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EMDR/Brainspotting Ressourcenoptimierung

Wenn wir ihnen sagen, dass EMDR aus der englischen Sprache
kommt
und Eye Movement Desensitization and Reprocessing
(= Desensibilisierung und Neuverarbeitung mittels
Augenbewegung
)
heißt, ist ihnen nicht viel geholfen. Also bleiben Sie bei der
Bezeichnung
EMDR und dem Wissen, welches wir Ihnen nachfolgend zu vermitteln
suchen. Bei EMDR handelt es sich um eine Arbeitstechnik, die
überwiegend in der Psychotherapie eingesetzt wird, zurückgehend
auf die Entdeckungen und Weiterentwicklungen von Dr. Francine
Shapiro und mittlerweile einer Vielzahl von Anwendern,
die neue Einsatzfelder hinzugenommen haben.

Zur Historie nur so viel:

Dr. Shapiro stellte an sich selbst fest, dass Ver- bzw. Bearbeitungsprozesse, also die aktuelle Auseinandersetzung mit einer, sie beschäftigenden Problemlage mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit zu einem für sie positiven Ergebnis führten, während sie im Wechsel nach links und nach rechts gerichtete Augenbewegungen ausführte und dies zu allem Überfluss auch noch während eines Spaziergangs in einem Park.
 
Als Psychologin erkannte sie zum Glück sofort, dass es sinnträchtig war, Eigen- und Fremdversuche nachfolgen zu lassen, die sehr schnell zu sogenannten Protokollen, also geordneten Vorgehensweisen zur Traumabehandlung, umgesetzt wurden.
 
Heute wird EMDR bei einfach oder mehrfach traumatisierten Menschen mit extrem hohem Erfolg eingesetzt, dies sowohl in der Arbeit mit Erwachsenen als auch mit Kindern.
 
Gleiches gilt für die Arbeit mit essgestörten Patienten, also Anorexie , Bulimia nervosa oder Mischformen.
 
Angst- und Zwangsstörungen werden ebenso behandelt, wie chronische Schmerzen, Bindungsstörungen zwischen Mutter/Vater und Kind, ja sogar Allergien und auch Hörsturz oder Tinnitus.
 
Selbstverständlich wird bereits an Migräne und auch Suchterkrankungen gearbeitet.
Ebenso selbstverständlich an depressiver oder psychotischer Problematik.
 
Dieses "sagenhafte Instrument" nutzt vermutlich - ähnlich wie die REM-Schlafphase (paradoxer Schlaf ) - die immer vorhandenen Selbstheilungskräfte des betroffenen Menschen, unterstützt diese bzw. schafft den zur Heilung notwendigen Rahmen, damit unzureichend oder falsch verarbeitete Geschehnisse endgültig richtig in der Erinnerung abgespeichert werden.
 
Die Vergangenheit holt den Betroffenen im Anschluss an die Behandlung nicht wieder ein, d.h. stört nicht massiv die Gegenwart, sondern ist fortan als Erinnerung erkennbar, wenn auch als negative.
 
Mit anderen Worten ausgedrückt, Flashbacks, Albträume, Retraumatisierungen und alle nur erdenklichen körperlichen und gefühlsmäßigen Formen des Wiedererlebens eines belastenden Ereignisses aus der Vergangenheit entfallen zukünftig.

Nun werden Sie fragen, was nützt mir EMDR, ich bin doch kein Fall für die Psychiatrie?
Hierauf lässt sich antworten: „Glückwunsch, so soll es auch bleiben.“ Bitte tun Sie einiges dafür, weder in die Therapie noch in die Psychiatrie gehen zu müssen.
 
Hierbei kann Ihnen EMDR im Coaching-Einsatz ebenso oder auch und gerade in Kombination mit dem Psychodrama sehr behilflich sein.
 
Ausnahmslos jeder kennt es, dass er mit Belastungssituationen nicht oder nur extrem schwer fertig wird, sich endgültige Lösungen also einfach nicht finden lassen und dies trotz Tage, Wochen, Monaten, ja manchmal sogar Jahren intensivster Bemühungen.
 
Man ist festgefahren, die Gedanken kreisen, regelmäßig angekündigt oder begleitet von körperlichem Unwohlsein und hieraus wiederum resultierenden oftmals mehr als miesen Gefühlen.
 
Aus diesem Karussell körperlicher, gefühlsmäßiger und geistiger Belastung kann man aussteigen, allerdings nur dann, wenn jemand das Karussell anhält.
 
Dieser jemand ist jeder Einzelne selbst, wenn ihm gezeigt wird, wie das Karussell zu bedienen ist, insbesondere wenn er lernt, wo die Bremse ist.
 
Nicht selten reichen ein bis zwei Sitzungen mit EMDR aus, um zur Neuorientierung oder Selbstorganisation zu gelangen.
 
Sehen Sie das Hilfsmittel EMDR entsprechend dem nachfolgenden Beispiel:

Ein Kind, das vielleicht erstmals auf einer Schaukel sitzt, zu klein oder zu leicht, vielleicht auch nur ungeübt, muss nur angestoßen werden, um selbst schaukeln zu können.
 
Bereits nach dem ersten Impuls ist es in Bewegung und hält sich selbst in Schwung, dies beim ersten Mal und zukünftig auch immer wieder, wenn es schaukeln will.
 
Auch bei der EMDR-Anwendung, wie im Psychodrama, steht der spielerische, kreative, selbstgesteuerte Ablauf im Vordergrund. Aufgrund der Selbststeuerung ist es eine sehr behutsame Arbeitsweise, die nichts mit knallhartem Durcharbeiten, bei welchem regelmäßig an die Grenzen und leider ebenso häufig über die Grenzen hinausgegangen wird, gemein hat.
 
Niemandem ist damit gedient, dass er immer wieder mit "der Nase in die Sch….“ gestoßen wird, dies führt nur zur weiteren Verletzungen und massivsten Problemen.
 
Benötigt wird vielmehr ein Lösungsprozess, der behutsam begleitet wird, um zur Problemlösung zu gelangen, dies so wenig belastet wie möglich.
 
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass bei der Arbeit mit EMDR erfreulich häufig ein Arbeiten am Problem gar nicht mehr nötig wurde, nachdem zuvor vorhandene oder neue Ressourcen des betroffenen Menschen aktiviert worden waren.
 
Es reicht sehr oft aus, deutlich und anwendbar zu machen, was in bestimmten, naturgemäß negativen Situationen sofortige Hilfe bedeutet, dies im Sinne der Anwendung von Strategien, um gar nicht erst in ein Karussell einsteigen zu müssen.
 
Auch zum Thema EMDR sind in den Literaturhinweisen einige Empfehlungen, die sich allerdings an Fachpublikum richten. "Leichtere Kost" sind die Werke von Prof. Plassmann, da leichter verdaulich, aber von extrem hohem Nährwert.

Brainspotting

Diese Arbeits-und Therapietechnik wurde von David Grant, einem jahrzehntelang erfahrenen EMDR-Therapeuten aus der EMDR-Technik abgeleitet bzw. weiterentwickelt.
Sie basiert im Wesentlichen darauf, dass Grant dankenswerterweise entdeckte, dass bei bestimmten Verarbeitungs- und Bearbeitungsprozessen im menschlichen Hirn, bestimmte Punkte im Hirn und Blickrichtungen der Augen eindeutig zugeordnet werden können, was jedem Menschen aus seinem alltäglichen Erleben sogar bekannt sein dürfte.

Immer wieder kann man es bei Anderen oder an sich selbst beobachten, dass bei dem Versuch ein bestimmtes Wort oder ein Geschehnis zu erinnern, z. B. hilfesuchend an die Decke geschaut wird, gerade so, als könne man das Wort oder die sonstige Erinnerung an der Decke ablesen.

Tatsächlich wird auch bei einem solchen Erinnerungsversuch ein Brainspot unbewusst angesteuert, um die Erinnerung zu reaktivieren.

In professioneller Form angewandt, ermöglicht das Brainspotting die Auflösung behindernder, innerer Prozesse, aber auch das Erreichen einer wohltuenden Entspannung, ja sogar Tiefenentspannung, in Eigenanwendung zum Beispiel nach entsprechendem Training in einem unserer L. o. S.-Programme.


Auch zum Brainspotting finden Sie Nachweise unter dem Button „Literatur“.