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06.04.2018 Achtsames Essen

Achtsames Essen ist bekanntermaßen und in jeder Hinsicht zu empfehlen, beginnend mit dem Einkauf und der möglichst frischen Zubereitung, bis hin zum achtsamen Essen als solchem.

Eine spannende, weitere Wirkung haben Wissenschaftlerinnen der University of London in einer Untersuchung mit 50 Versuchspersonen finden können. Zu Mittag gab es Vollkornkäse Sandwich, Tomaten, Trauben, salzigen Knabberkram und kleine Kuchen, wobei die Probanden in etwa 800 cal aufnahmen.
Die eine Hälfte der Gruppe speiste in Stille, ohne weitere Vorgaben, sich in bestimmter Form mit dem Essen auseinanderzusetzen, also auch nicht mit der Aufforderung, achtsames Essen, zu praktizieren. Die andere Hälfte der Gruppe hörte während des Essens eine Audioaufnahme, die die Aufmerksamkeit auf sensorische Merkmale des Essens lenkte, angesprochen wurden Aussehen, Konsistenz, Geruch, etc.
2 Stunden später sollten die Probanden einige Fragen beantworten, die sich unter anderem dazu verhielten, was ihnen vom Mittagessen in Erinnerung geblieben war.
Während dieser Testphase standen den Probanden Teller mit Keksen zur Verfügung.
Die Gruppen unterschieden sich nicht, was ihre Erinnerung zum vorausgegangenen Mittagessen betraf.
Deutlich aber, was die Lust auf süße Kekse anbelangte.
Die Gruppe, die sich mit den sensorischen Eigenschaften des Essens aktiv auseinandergesetzt hatte, griff nahezu 50 % weniger zu, sie nahmen nur rund 110 süße Kalorien auf, während es bei der anderen Gruppe 200 cal waren.

Erklärungen für dieses Ergebnis haben die Forscherinnen nicht.
Dies nehmen wir gerne hin, wichtig ist die Wirkung.
Originalstudie:doi:10.1016/j.appet.2017.10.041