. .

07.05.2017 Guter Coach - schlechter Coach???

Es gibt endlose Diskussionen und Literatur zu dem Thema, was einen guten und was einen schlechten Coach auszeichnet. Im Regelfall heißt es, dass der gute Coach den Klienten sanft an die Hand nimmt und unterstützt und ihn Lösungen allein finden lässt, da dies die Selbstwirksamkeit des Probanden und dessen Fähigkeitsüberzeugung am stärksten wachsen lässt.

Dankenswerterweise gibt es nun die Studie von Gessnitzer und Schulte, die zu Ergebnissen kommt, die sich mit unserem Beratungsalltag zur Deckung bringen lässt.

Danach sind die Klienten von ihrem Können überzeugter, wenn in den ersten Sitzungen konkrete Lösungen vom Coach angeboten und gegebenenfalls zur Diskussion gestellt und offene Fragen dem Probanden erst in den mittleren und letzten Sitzungen gestellt werden, dies bei Lob und Bekräftigung, zu sinnträchtigen Lösungsansätzen.

Für uns sind die gefundenen Ergebnisse nur logisch.Wer Hilfe benötigt und auch nachsucht, macht dies nicht, wenn er selbst bereits Lösungen in der Tasche hat, ein hoher Grad an Verunsicherung ist vielmehr die Regel. In einer solchen Situation helfen am ehesten konkrete Vorschläge und damit ebenso konkrete Fortschritte, wobei gleichzeitig die Kompetenz des Coaches erfahrbar wird, einhergehend mit dem Aufbau des notwendigen Vertrauensverhältnisses und ohne, dass dies etwas mit Bevormundung zu tun hätte oder als solche erlebt wird.

Originalstudie: I am going to succeed, Consulting Psychology Journal: Practice and Research 68(4), 294-312