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07.12.2018 Die freie Arzt-und Therapeutenwahl wackelt

Dem Deutschen Bundestag-Petitionsausschuss-liegt die Petition mit der Nummer 85363 vor, um deren mit Unterzeichnung dringlichst gebeten wird, dies hier mit dem Hinweis, dass auch Minderjährige unterzeichnen können.
In der Sache geht es darum, dass im Bundestag der eingebrachte Entwurf zum Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminsservice-und Versorgungsgesetz-TSVG) zur Entscheidung vorliegt, dies mit der Möglichkeit, diesen Gesetzesentwurf mit der genannten Petition über den Petitionsausschuss entgegenzutreten, dies bis zum 13.12.2018 spätestens.
Der Gesetzesentwurf enthält zu Paragraf 92 Absatz 6a SGB V einen Zusatz, der eine „gestufte Steuerung“ von hilfesuchenden psychisch kranken Menschen vorsieht. Dies in der Form, dass ausgesuchte Ärzte und Psychotherapeuten, deren Qualifikation im Übrigen bislang nicht definiert worden ist, in Voruntersuchungen darüber entscheiden soll, welchem Hilfs-bzw. Therapieangebot der Betroffene zugeführt werden soll.
Mit anderen Worten, der hilfsbedürftige entscheidet nicht eigenständig darüber, welchem Arzt oder Therapeuten er sich anvertrauen will, es wird vielmehr, so der Wille der Bundesregierung, wie vorstehend beschrieben vor gefiltert und der Betroffene muss nehmen, was ihm zugedacht wird.
Mit freier Wahl des ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten hat dies nichts zu tun, das Gegenteil ist der Fall.

Mit dem nachfolgenden Link gelangen Sie zum Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Dort muss man sich leider erst registrieren lassen, um die Petition unterzeichnen zu können.
In Anbetracht der massiven Einschnitte die geplant sind, ist der Aufwand jedoch mehr als gerechtfertigt.