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17.03.2016 - Projekt "Gückliche Krankenschwestern"

Ein spannender Studienansatz wurde in Japan von Watanabe
et.al. verfolgt. In einer randomisiert kontrollierten Studie
wurden die Effekte eines achtsamkeitsbasierten
Stressreduktion Programmes in Kombination mit der Gabe
von Omega 3 Fettsäuren an 120 Krankenschwestern, in
nicht leitender Funktion getestet.
Um es kurz zu machen, der kombinierte Ansatz stellte
sich als signifikant wirksam heraus und zwar in Form der Prophylaxe. Die Krankenschwestern waren dem normalen " Krankenhaus Wahnsinn“ ausgesetzt, bewegten sich also immer am Rande der Leistungsfähigkeit, wiesen aber keine psychischen Störungen auf.
In den üblichen Tests verringerten sich die Werte die mit erlebter Angst und Ansätzen von depressiven Erleben korrelieren deutlichst, dies natürlich im Vergleich mit der Kontrollgruppe.


Originalpublikation:doi:10.1186/s13063-015-0554-z


Unsere These:
Unproblematisch lassen sich die Erkenntnisse dieser Studie auf vergleichbare Tätigkeitsfelder mit und ohne Schichtdienst übertragen. Wer an einer ähnlich verantwortungsvoller Position mit zwischenmenschlichen Kontakten unterschiedlichster Art und damit hoher gefühlsmäßige Beanspruchung aktiv ist, gerät leicht in die Gefahr der Überbeanspruchung. Zumindest büßt er Kapazitäten und Ressourcen ein, die wieder aufgefüllt werden müssen, um gesund zu bleiben. Hier helfen das Praktizieren von Stressreduktionstechniken, körperliche Aktivität und entsprechende Ernährung, die sinnvoll ergänzt werden kann.