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17.10.2018 Meditation Arte Reportage

Jüngst hat Arte eine Reportage zum Thema Meditation, genauer zu Achtsamkeitsmeditation, ausgestrahlt und in ihr einen wesentlichen Teil des heutigen Standes der Wissenschaft zusammengefasst.
Danach lässt sich sagen, dass die Achtsamkeitsmeditation, MBSR und ähnliche Techniken fast das erstrebenswerte Ziel erreicht haben, Eingang in sämtliche Bereiche der Schulmedizin zu finden.
Die Reportage ist sehenswert, wir haben sie weiter unten verlinkt, sie kann auch direkt über die Arte Mediathek gestreamt werden.

Vorab möchten wir noch ein paar notwendige Ergänzungen anbringen. Ein Teil der, in der Reportage, dargestellten Studienergebnisse sind nicht so neu, wie es scheint, bereits 2010 haben Britta Hölzel und Kollegen nachgewiesen, dass die Achtsamkeitsmeditation den Umfang und die Dichtigkeit der grauen Masse in verschiedenen Hirnregionen vergrößert, so im Hippocampus und der Insula, um die wesentlichsten Bereiche zu nennen, bei vorausgegangener Erkenntnis, dass der Umfang der Amygdala abnimmt.
Originalstudie: doi:10.1016/j.psychresns.2010.08.006
Schade ist es auch, dass die bahnbrechende Entwicklung der Achtsamkeitsmeditation nur John Kabat-Zinn zugeschrieben wird, da zumindest zeitgleich Herbert Benson in die gleiche Richtung ging, mit ebensolchem Erfolg und mit einer entwickelten Methode, die durch ihre Einfachheit besticht, vergleiche unsere Literaturempfehlungen.
Deutlich zu machen ist auch noch, hierauf weist die Reportage unseres Erachtens nur untergeordnet hin, dass Achtsamkeitsmeditation nicht nur bei bestehenden Krankheitsbildern wirkt, Die größte Stärke liegt vielmehr in der Prävention, natürlich auch nur bei regelmäßiger Praxis.
Abschließend muss noch angemerkt werden, dass auch die Achtsamkeitsmeditation nicht den Zweck haben sollte, kranke oder krankmachende Systeme länger und besser ertragen zu können.
Hier nun der Link zu Arte