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22.06.2016 Männer und Kuschelhormon Oxytocin

Ein Forscherteam aus Chengdu(China) und des Universitätsklinikums Bonn stellten sich die Frage, ob Oxytocin bei Männern und Frauen gleich wirkt.
Überraschend das Ergebnis, das per Nasenspray gegebene Hormon verstärkte bei Frauen deutlich die Sympathie für Personen, die lobenden Aussagen zuzuordnen waren, während bei Männern die Bilder von Personen, denen kritische Meinungsäußerungen zugeschrieben wurden, Zustimmung fanden.
Die Wissenschaftler fanden mit ihren Ergebnissen bestätigt, dass zwei in der Wissenschaft diskutierte geschlechtsspezifische Modelle bei der Oxytocin Wirkung zum Tragen kommen. In Gruppen fühlen sich Frauen eher wohl als Männerund betonen die positiven Aspekte in der Gruppe stärker, während Männer deutlich mehr die Konkurrenz durch die Artgenossen fürchten und deshalb grundsätzlich emotional negativer unterwegs sind. Oxytocin scheint beide Tendenzen, aber eben geschlechterspezifisch, zu verstärken.
Originalstudie:doi:10.1073/pnas.1602620113

Unsere These:
Auch hiergilt es wieder, zu betonen, dass Gruppenprozesse und Teamarbeit wesentlich von Gefühlen gesteuert werden und es daher immer eines gehörigen und notwendigen Aufwandes bedarf, die Voraussetzungen für gute Teamarbeit zu schaffen und immer wieder herzustellen, damit sich Harmonie und Synchronethnizität und damit Wohlfühlen und Teamgeist entwickeln und erhalten können.