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22.04.2016 Gruppendynamik

Die Körperfunktionen von Personen in einer Gruppe, die gemeinsam handeln, gleichen sich an. Immer vorausgesetzt, die Chemie stimmt, dies teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes
Sebastian Wallot vom Max-Planck-Institut und dänische Wissenschaftler haben dies näher untersucht. Festgestellt wurde, dass sich die Leitfähigkeit der Haut und die Aktivität der Gesichtsmuskeln synchron entwickeln, je wohler sich die Gruppenmitglieder fühlten. Bekannt ist dies auch von Chorsängern, sie synchronisieren die Atmung und auch den Herzschlag.
Sagen lässt sich, dass die Synchronizietät der Körperfunktionen dann stärker ist, wenn die Teilnehmer in der Gruppe sich mit positiven Emotionen gegenüberstehen. Eine Ausnahme bildet die Hautleitfähigkeit. Ist diese bei den Teilnehmern durchgehend und synchron erhöht, so ist dies ein Zeichen für Stress und psychische Anspannung.
Originalpublikation:doi1.1016/j.physbeh.2016.004

Unsere These:
Die Teamzusammensetzung spielt eine wesentliche Rolle, vielleicht die wesentlichste Rolle, zur Erzielung von Arbeitszufriedenheit und entsprechend positiven Arbeitsergebnissen. Gleiches gilt aber auch für die Bildung von neuen Gruppen.
Ob nun im länger existenten oder neu gebildeten Team, man tut gut daran angemessener Zeit damit zu verbringen, eine positive Arbeitsatmosphäre, zu schaffen und auch immer wieder zu überprüfen, ob die einmal geschaffenen Parameter noch greifen oder es Veränderungen bedarf.Dies selbst dann, wenn es für die Arbeitsgruppe selbst noch gar nicht erkennbar ist, dass man einmal wieder hinschauen sollte. Die Ausbildung der Synchronizietät oder eben der Disharmonien geschieht im wesentlichen im Unbewussten.